Unter den Direktversendern nimmt Canyon Bikes eine besondere Stellung ein: Das Unternehmen aus Koblenz war in dieser Hinsicht ein Pionier, und es fällt durch ein ebenso intensives wie erfolgreiches Engagement in fast allen Disziplinen des Radsports auf - Bahn und Triathlon inklusive. Wie die nun veröffentlichten Zahlen zu den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres zeigen, hat Canyon Bikes angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen sehr erfolgreich gewirtschaftet. So legte der von Januar bis Ende September generierte Umsatz um 23 Prozent auf EUR 621 Millionen zu.

Dieses Wachstum war laut dem Quartalsbericht rein organisch und ist vor allem grösseren Stückzahlen zu verdanken - der Quartalsbericht verweist explizit auf Nordamerika als neu erschlossenen Markt. Laut Canyon Bikes verhinderten Engpässe bei der Verfügbarkeit von Komponenten für Rennvelos und Gravelbikes ein noch stärkeres Ergebnis. Auch die Anzahl Angestellter wuchs binnen eines Jahres von 1400 Personen auf neu 1695 Menschen. Zudem hat der deutsche D2C-Pionier weiter ins Servicenetzwerk investiert, das allein im dritten Quartal um 16 Standorte erweitert werden konnte.

Vorzeigeprojekt in Sachen D2C-Aftersales-Service: Der erste
Canyon Factory Service-Standort im belgischen Rotselaar.
Wegen Preisnachlässen in bestimmten Kategorien, vor allem konventionellen Velos ohne Hilfsantriebe, und der schlechten Verfügbarkeit hochpreisiger Modelle mit hohen Margen nahm der Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr jedoch um 6 Prozent ab. Genaue Zahlen zur exakten Höhe des Gewinns und damit zur Profitabilität des Unternehmens liefert der Quartalsbericht von GBL Capital, seit Dezember 2020 Mehrheitseigentümer von Canyon, aber nicht. Der Buchwert des Unternehmens per 30. September 2023 legte im Vergleich zum Ende des Vorjahres um EUR 12 Millionen auf EUR 451 Millionen zu.
Fotos: zVg Canyon


