Wer immer auf dem Weg vom Bahnhof ins mittelalterliche Städtchen lief, stutzte kurz vor der Brücke ob der in den grossen Schaufenstern ausgestellten Velos aus den 50er- bis 70er-Jahren. Ein Museum? Mitnichten. Vielmehr handelt es sich um das Fachwerkhaus, welches der Mechaniker Heinrich Zollinger 1922 erbaute und darin eine Velo- und Motorad-Werkstatt einrichtete. Sohn Walter half später immer mehr aus und arbeitete ab 1954 ganz darin bis nahe zu seinem Ableben am 2. Oktober 2022. Erst im Sommer zuvor beschied der mittlerweile 99-jährige Walter dem Journalisten, dem er einige Zeit zuvor noch eine Offerte für den Totalersatz der Übersetzung gemacht hatte: «I ma nümme.» Dies nach 68 erfüllten Berufsjahren. Somit haben ganze zwei Menschen ein Geschäft 101 Jahre lang betrieben. Die Unerschütterlichkeit v.a. des Walter Zollinger. Der war stolz, auch für den berühmten Rennfahrer Hugo Kobelt gearbeitet zu haben. Selbst Rennen gefahren ist er nie, sieht man von den «Gentleman-Rennen» an der «Züri Metzgete» ab.

So sieht es noch heute aus – praktisch gleich wie vor zehn Jahren.
Eben erst der Handwechsel
Walter Zollinger war ein Lebemann, auch ein guter Tänzer. Und er reparierte öfter Velos von Kindern unentgeltlich. Doch diese Ära ist definitiv zu Ende. Die Erbengemeinschaft suchte einen Käufer mit Respekt vor diesem einzigartigen Inventar und fand ihn bei Andrea und Christian E. Michelsen aus Hinterrhein. Die haben im August 2023 den Komplex erworben. Nebst der Werkzeugausrüstung, speziell der Velohebevorrichtung und dem umfangreichen Lager, gehören die Wohnung im 1. Stock, ein angebautes, garagenähnliches Lokal sowie ein Imbiss dazu. Im hinteren Teil des Schuppens gibt es Raum für Wohnungen. Michelsen ist fest entschlossen, nach gründlicher Renovation der Bausubstanz möglichst viel von der wahrlich historischen Substanz in die Gegenwart zu überführen.
Wer immer auf dem Weg vom Bahnhof ins mittelalterliche Städtchen lief, stutzte kurz vor der Brücke ob der in den grossen Schaufenstern ausgestellten Velos aus den 50er- bis 70er-Jahren. Ein Museum? Mitnichten. Vielmehr handelt es sich um das Fachwerkhaus, welches der Mechaniker Heinrich Zollinger 1922 erbaute und darin eine Velo- und Motorad-Werkstatt einrichtete. Sohn Walter half später immer mehr aus und arbeitete ab 1954 ganz darin bis nahe zu seinem Ableben am 2. Oktober 2022. Erst im Sommer zuvor beschied der mittlerweile 99-jährige Walter dem Journalisten, dem er einige Zeit zuvor noch eine Offerte für den Totalersatz der Übersetzung gemacht hatte: «I ma nümme.» Dies nach 68 erfüllten Berufsjahren. Somit haben ganze zwei Menschen ein Geschäft 101 Jahre lang betrieben. Die Unerschütterlichkeit v.a. des Walter Zollinger. Der war stolz, auch für den berühmten Rennfahrer Hugo Kobelt gearbeitet zu haben. Selbst Rennen gefahren ist er nie, sieht man von den «Gentleman-Rennen» an der «Züri Metzgete» ab.

Bild links: Mit dem Montageständer Favorit der Maschinenbaufirma K. Külling aus Neunkirch dürften im Lauf der Zeit viele zehntausend Velos repariert worden sein.
Bild rechts: Auch mit General Henri Guisan blieb die Zeit in der Velowerkstatt Zollinger stehen.
Eben erst der Handwechsel
Walter Zollinger war ein Lebemann, auch ein guter Tänzer. Und er reparierte öfter Velos von Kindern unentgeltlich. Doch diese Ära ist definitiv zu Ende. Die Erbengemeinschaft suchte einen Käufer mit Respekt vor diesem einzigartigen Inventar und fand ihn bei Andrea und Christian E. Michelsen aus Hinterrhein. Die haben im August 2023 den Komplex erworben. Nebst der Werkzeugausrüstung, speziell der Velohebevorrichtung und dem umfangreichen Lager, gehören die Wohnung im 1. Stock, ein angebautes, garagenähnliches Lokal sowie ein Imbiss dazu. Im hinteren Teil des Schuppens gibt es Raum für Wohnungen. Michelsen ist fest entschlossen, nach gründlicher Renovation der Bausubstanz möglichst viel von der wahrlich historischen Substanz in die Gegenwart zu überführen.
Wer mag Altes mit Neuem verbinden?
Es handelt sich so gut wie sicher um die älteste Velowerkstatt im Urzustand in der Schweiz. Viel zu schade, diese denkwürdige Einrichtung respektlos zu räumen, «das alte Zeug» zu entsorgen. Das möchten auch die heutigen Besitzer Andrea und Christian E. Michelsen verhindern. Wer immer sich angesprochen fühlt für eine besondere Herausforderung, ist eingeladen zur Besichtigung und zum Hirnen über Entwicklungsmöglichkeiten mit dem verhandlungsoffenen Michelsen.
Kontakt: Christian E. Michelsen
ch.michelsen@bluewin.ch
Autor und Foros: Johannes von Arx


