Marius Graber,
Redaktor
(marius.graber@velojournal.ch)
Ratgeber,
17.07.2023
Reparaturen mit Stein und Gras: Eine Velopanne unterwegs und weder Ersatzschlauch noch Ersatzteile dabei? Mit diesen Tipps kommen Sie trotz Kettenriss oder platten Fahrradreifen ans Ziel.
Marius Graber,
Redaktor
(marius.graber@velojournal.ch)
Ratgeber,
17.07.2023
Problem: Platten und kein Ersatzschlauch, keine Pumpe dabei.
Lösung: Pneu öffnen, Schlauch ausbauen und Pneu mit Gras und Laub gut ausstopfen. Das kann notfalls auch bei eingebautem Rad erfolgen. Pneu wieder auf die Felge ziehen.
Was es dazu braucht:
Zu beachten: Das Füllen braucht Zeit, Geduld und reichlich Material. Wenn der Pneu gut gestopft wird, lässt sich damit ganz ordentlich fahren. Randsteine oder Schlaglöcher sind aber zu vermeiden.
Problem: Der Wechsel ist defekt oder abgerissen.
Lösung: Kette mit dem Kettennietendrücker öffnen, Wechsel abschrauben, Kette vorne und hinten auf das gewünschte Kettenblatt/Ritzel legen, Kette kürzen und wieder vernieten.
Was es dazu braucht:
Zu beachten: Suchen Sie sich einen guten Gang aus, geschaltet werden kann nachher nicht mehr. Freunde von Nabenschaltungen lachen da nur: Ihnen kann das nicht passieren.
Problem: Geplatzter Schlauch oder Platten und kein Ersatzschlauch dabei.
Lösung: Pneu öffnen, Schlauch herausnehmen (auch mit eingebautem Rad möglich), Loch suchen, beim Loch den Schlauch auseinanderschneiden, beide Enden gut miteinander verknoten, Schlauch wieder auf Felge legen, Pneu aufziehen und pumpen.
Was es dazu braucht:
Zu beachten: Knoten sehr fest anziehen. Bei unserem Versuch bekamen wir den Schlauch nicht ganz dicht, worauf wir auf der Abfahrt öfter nachpumpen mussten.
Problem: Platten und kein Ersatzschlauch oder Flickzeug dabei.
Lösung: Schlauch vom Rad nehmen (dafür muss das Rad nicht extra ausgebaut werden), Loch suchen, einen weich gekauten Kaugummi auf das Loch kleben, Schlauch vorsichtig in den Pneu legen, damit der Kaugummi nicht verrutscht, pumpen.
Was es dazu braucht:
Zu beachten: Der Kaugummi-Flick funktioniert NICHT! Zumindest bei uns nicht, auch wenn im Kinderlied der Töff des Polizisten so reparieren werden kann.
Vielleicht haben wir die falsche Kaugummisorte (zuckerfrei) erwischt, vielleicht zu kurz oder zu lange gekaut. Wir tüfteln da noch weiter. Bis dahin raten wir, im Falle des Falles besser den Knoten-Trick (Nr. 3) anzuwenden oder noch einfacher: Ersatzschlauch einpacken.
Problem: Antrieb dreht leer durch.
Lösung: Mit Kabelbindern wird die Zahnkranzkassette an den Speichen festgemacht.
Was es dazu braucht:
Zu beachten: Nach erfolgter Reparatur vorsichtig und langsam fahren, sodass immer im Fahrtempo mitgetreten werden kann. Auf unserer Testfahrt stockten wir einmal beim Treten, worauf mit einem lauten Knall alle Kabelbinder rissen. Zum Glück hatten wir genügend dabei.
Problem: Kette öffnet sich.
Lösung: Geöffnetes Kettenglied mit zwei Steinen wieder zusammenhämmern und Kettenstift so vernieten.
Was es dazu braucht:
Zu beachten: Das Nieten mit den Steinen geht nicht immer gleicht gut, daher fährt man danach besser ein bisschen vorsichtig. Oft reissen aber auch gerade die Kettenglieder, da kommt man nicht um einen Kettennietendrücker und Ersatzglieder herum. Eigentlich dürfen die auf keiner Tour fehlen.

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