Schlauch ist nicht gleich Schlauch

Ein guter Schlauch für Alltagsvelos soll die Luft möglichst lange behalten und unempfindlich sein. Der Test von Kassensturz und Velojournal zeigt, dass dies nicht jeder Schlauch gleich gut erfüllt und weder der Preis noch das Gewicht einen verlässlichen Aufschluss über die Zuverlässigkeit geben.

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red (mail@cyclinfo.ch")
Gesellschaft, 08.06.2012

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Ein guter Schlauch für Alltagsvelos soll die Luft möglichst lange behalten und unempfindlich sein. Der Test von Kassensturz und Velojournal zeigt, dass dies nicht jeder Schlauch gleich gut erfüllt und weder der Preis noch das Gewicht einen verlässlichen Aufschluss über die Zuverlässigkeit geben.

In der Sendung der vergangenen Woche strahlte der Kassensturz einen Vergleich von 12 der meistverkauften Veloschläuche aus. Getestet wurden dabei zwei Kriterien, die für Alltagsvelofahrende von Bedeutung sind: Der ständige, materialbedingte Luftverlust und die Pannananfälligkeit. Gemessen wurde, wieviel Luft ein auf 6 Bar aufgepumpter Mountainbike-Schlauch der Standard-Grösse 26x1.5-2.1 in zwei Monaten verliert, und wieviel Widerstand er gegen Durchschläge und Durchstiche bietet.

Teuer gleich gut funktioniert stimmt nur bedingt
Dass nicht jeder Schlauch dasselbe bietet, auch wenn er von Auge kaum von Mitbewerberprodukten zu unterscheiden ist, verwundert wenig. Überraschend ist eher, wie sich die Qualität von Hersteller zu Hersteller ganz unterschiedlich über verschiedene Preis- und Gewichtsklassen verteilt. So liegt der schwerste Schlauch im Test (CST, 202 Gramm) mit den dicksten Wänden weder beim Luftverlust noch beim Pannenschutz ganz vorne. Dafür konnte ein Leichtgewicht wie der XX-Light von Schwalbe (97 Gramm) bei beiden Kategorien mehrere knapp doppelt so schwere Mitbewerberprodukte deutlich hinter sich lassen. Auch mehrere günstige Schläuche, z.B. die Eigenprodukte von Migros und Athleticum schlugen sich passabel.

Grosse Unterschiede
Den besten Gesamteindruck hinterlies der Standard-Schlauch von Schwalbe (191 Gramm), der in 60 Tagen nur gerade 13% der Luft verlor und der sich zugleich am wenigsten pannenanfällig zeigte. Er erhielt vom Kassensturz als einziges Modell die Note "Sehr gut". Mit der Note ungenügend schnitt das Eigenmarken-Produkt von Coop ab. Dieser preiswerte Butylschlauch verlor 42% der gepumpten Luft während zwei Monaten und lieferte auch im Pannenschutztest eines der schwächsten Resultate ab. Als ungenügend in beiden Kategorien wurde auch der Latex-Schlauch von Michelin beurteilt. Da dieser aber nicht für den Alltag gedacht ist, sondern für Rennfahrer, die seinen geringen Rollwiderstand schätzen, relativiert sich dieses Testergebnis.

Der Kassensturz-Beitrag kann auf SF Online nachträglich angesehen werden. Eine Vergleichstabelle mit allen Resultaten findet sich dort ebenfalls. Der ganze Test mit detaillierten Angaben zu den getesteten Produkten ist zudem auch im aktuellen Velojournal 3-2012 nachlesbar.

www.kassensturz.sf.tv

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