Der Schweizer Mountainbike-Profi Mathias Flückiger kann aufatmen. Weil sowohl Swiss Sports Integrity (SSI) als auch der Weltradsportverband UCI und die Welt-Antidoping-Agentur Wada die Fristen für einen Weiterzug des Verfahrens an den internationalen Sportgerichtshof verstreichen liessen, ist sein Fall abgeschlossen.
Für Flückiger geht damit ein mehr als zweijähriger Kampf gegen Dopinganschuldigungen zu Ende. «Die Belastung war unglaublich gross. Die Bewältigung dieses Falles mit unendlich vielen Hindernissen war der mit Abstand schwerste und längste Wettkampf in meiner Karriere», sagt der Bikeprofi.
Keine positive A-Probe
Letztendlich sei das Urteil der Disziplinarkammer von Swiss Olympic so klar gewesen, dass es nicht überraschend kam, dass keine Partei den Fall weiterzog, erläutert Mathias Flückigers Mediensprecher Christian Rocha.
Fakt sei zudem: «Es gab nie eine verwertbare Probe, geschweige denn eine positive A-Probe, wie dies immer wieder fälschlicherweise kolportiert wurde». Laut Rocha sind in Mathias Flückigers A-Probe 0,3 Nanogramm Zeranol pro Milliliter gemessen worden. Dieser Wert liege weit unterhalb des Grenzwertes der Wada von 5 Nanogramm pro Milliliter.
«Die Bewältigung dieses Falles mit unendlich vielen Hindernissen war der mit Abstand schwerste und längste Wettkampf in meiner Karriere.»
Mathias Flückiger
Grosser Schaden für den Sportler
Obwohl der vermeintliche Dopingfall für Mathias Flückiger mit einem vollumfänglichen Freispruch endete, ist der angerichtete Schaden gross. Im Urteil der Disziplinarkammer von Swiss Olympic wurde SSI zur Zahlung der Verfahrenskosten von 3000 Franken und zu einer Parteientschädigung von rund 43'300 Franken an Mathias Flückiger verpflichtet.
Dieser Betrag decke jedoch nicht die effektiven Kosten, die dem Sportler entstanden seien, teilt sein Mediensprecher mit. Zudem seien dem Bikeprofi aufgrund der falschen Anschuldigungen auch Prämien und Sponsoringeinnahmen entgangen. «Für Flückiger steht ausser Frage, dass zumindest der effektiv erlittene finanzielle Schaden vollumfänglich ersetzt werden muss», so Rocha.


