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Drei Tage zuvor in Bern. Am Mittag soll meine Tour nach Paris starten. Um der oft gehörten Langweile dieser Strecke zu entgehen, nehme ich das Gravelbike und will statt der Direttissima Umwege fahren. Noch immer suche ich mit dem Routenplaner Komoot Wege abseits von Verkehr und Langeweile. Zuerst westlich durch den Jura und das Burgund an die Loire, von da dann hoch bis Paris. In zwei Stunden will ich los, doch noch klaffen Lücken, im Burgund oder zwischen Loire und Seine. Ich übergebe den Algorithmen. Die schliessen sie subito, aber unkontrolliert. Wird schon.
Punkt 12 Uhr der Start vor der Haustür. Das Ziel heute: im besten Fall Pontarlier, der erste grosse französische Ort auf meiner Route. Doch schon auf den 115 Kilometern und 1500 Höhenmetern bis dorthin hat die Route Unbekannte. Einige Wege könnten buchstäblich Wanderwege sein. Mit dem Minimalgepäck des Hotelreisenden rollt es sich zu Beginn aber angenehm leicht der Aare entlang. Sie ist der erste von vielen Flussläufen, denen meine Strecke folgt. Den Weg zeigt mir die lila Linie auf dem Bildschirm des GPS-Geräts.

